Praxiswissen
KI-Weiterbildung für Ausbildende
Ausbildende sollen Auszubildende auf KI vorbereiten. Dafür brauchen sie selbst Sicherheit: im Umgang mit den Werkzeugen, in der Bewertung von Ergebnissen und in der Frage, was im Betrieb erlaubt ist. Diese Seite zeigt dir, welche Formate es gibt, was darin passiert und was danach anders ist.
Stand: 11. August 2026
Typische Ausgangslagen
- Ausbildende sollen KI vermitteln, hatten aber selbst nie eine strukturierte Einführung.
- Vorhandene KI-Schulungen richten sich an Büroarbeit, nicht an Lern- und Prüfungssituationen.
- Es fehlt Sicherheit, was im Ausbildungsalltag erlaubt ist und was nicht.
- Wissen bleibt nach einer Schulung im Kopf einzelner Personen und kommt nicht im Team an.
Beobachtbare Ergebnisse
- Ausbildende beschreiben eigene Anwendungsfälle und ordnen sie mit der ADM KI-Ampel ein.
- Lernaufgaben, die den Denkweg der Auszubildenden sichtbar machen statt ihn zu ersetzen.
- Eine gemeinsame Sprache mit IT, Datenschutz und Mitbestimmung.
- Konkrete Spielregeln, die im Betrieb schriftlich festgehalten sind.
- Ein erprobter Anwendungsfall pro Person, der nach der Weiterbildung weiterläuft.
Drei Formate
Vom ersten Impuls bis zur mehrstufigen Begleitung. Die Formate bauen aufeinander auf.
Impuls oder Vortrag
60 bis 90 Minuten
Einstieg für Ausbildungsteams und Führungskreise: Was verändert KI im Lernen, was bleibt menschliche Aufgabe, wo liegen die ersten sinnvollen Schritte.
Kompakter Praxisworkshop
ein halber bis ein Tag
Ausbildende arbeiten an eigenen Anwendungsfällen, ordnen sie mit der ADM KI-Ampel ein und bauen erste Lernaufgaben mit KI.
Unternehmensprogramm für KI in der Ausbildung
Online- und Präsenzmodule mit Transferphase von rund sechs Wochen
Mehrstufige Begleitung für Ausbildungsorganisationen: Kompetenzaufbau, Spielregeln, Lernaufgaben und Transfer in den Betrieb.
Inhalte
- Grundverständnis: wie Sprachmodelle arbeiten und wo ihre Grenzen liegen.
- Anwendungsfälle im Ausbildungsalltag von der Aufgabenerstellung bis zum Feedback.
- Einordnung mit der ADM KI-Ampel: Nutzen, Prüfen, Klären, Stoppen.
- Human in the loop: wer prüft, wer entscheidet, wie wird das dokumentiert.
- Daten und Vertraulichkeit: was nie eingegeben wird.
- Bewertung und Kennzeichnung von Arbeitsergebnissen mit KI-Unterstützung.
- Rechtsrahmen im Überblick, inklusive KI-Kompetenz nach Artikel 4 EU AI Act.
- Transfer: was jede Person nach der Weiterbildung konkret umsetzt.
Die ADM KI-Ampel unterstützt die betriebliche Ersteinschätzung. Sie ersetzt keine rechtliche Einzelfallprüfung.
Ablauf in fünf Schritten
1. Orientierungsgespräch
30 Minuten, in denen wir eure Ausgangslage, Zielgruppe und Rahmenbedingungen sortieren.
2. Zuschnitt
Format, Inhalte und Beispiele werden an eure Berufe, Systeme und Regeln angepasst.
3. Durchführung
Aktivierende Arbeit an echten Situationen aus eurem Ausbildungsalltag statt Folienvortrag.
4. Transferphase
Ausbildende erproben ihren Anwendungsfall im Betrieb und sammeln Zweifelsfälle.
5. Nachschärfung
Ergebnisse werden gesichert, Spielregeln ergänzt und offene Fragen geklärt.
Passende Zielgruppen
- Ausbilderinnen und Ausbilder
- Ausbildungsleitungen, HR und Personalentwicklung
- Geschäftsführungen in Ausbildungsbetrieben
- IHKs, Handwerkskammern, Verbände und Bildungsanbieter
Häufige Fragen
- Für wen ist die KI-Weiterbildung gedacht?
- Für alle, die Ausbildung verantworten oder gestalten: Ausbilderinnen und Ausbilder, Ausbildungsleitungen, HR sowie Bildungsanbieter. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
- Brauchen Ausbildende Vorwissen zu KI?
- Nein. Wir starten bei den Situationen, die im Ausbildungsalltag vorkommen, und erklären Fachbegriffe unterwegs. Fortgeschrittene arbeiten an anspruchsvolleren Anwendungsfällen.
- Wie unterscheidet sich das von einer allgemeinen KI-Schulung?
- Allgemeine Schulungen zielen auf Produktivität im Büro. Hier geht es um Lernen: Kompetenzaufbau, Bewertung, Prüfungsnähe und die Verantwortung der Ausbildenden.
- Findet die Weiterbildung online oder vor Ort statt?
- Beides ist möglich. Impulse funktionieren gut online, Praxisworkshops profitieren von Präsenz. Das Unternehmensprogramm verbindet Online- und Präsenzmodule mit einer Transferphase.
- Ist die Weiterbildung förderfähig?
- Das hängt von eurem Bundesland, der Betriebsgröße und dem gewählten Format ab. Im Orientierungsgespräch schauen wir gemeinsam, welche Wege für euch in Frage kommen.
- Ersetzt die Weiterbildung eine rechtliche Prüfung?
- Nein. Die Inhalte ordnen den Rechtsrahmen praxisnah ein und unterstützen die betriebliche Ersteinschätzung. Eine rechtliche Einzelfallprüfung ersetzen sie nicht.
Die Inhalte dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Rechtslage und technische Systeme werden regelmäßig aktualisiert.
Welche KI-Weiterbildung passt zu euren Ausbildenden?
Im Orientierungsgespräch klären wir Ausgangslage, Zielgruppe und Format. Dauer: 30 Minuten.
